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Die Ergebnisse der PISA-Studie sind da

…und schon beginnt das große Suchen nach den Ursachen und – wie könnte es auch anders sein – nach einem Schuldigen, dem man das katastrophale Abschneiden in die Schuhe schieben kann. Diesmal hat man sogar gleich zwei Sündenböcke ausmachen können: die bösen Lehrer (wieder einmal) und die neuen Medien (damit ist wohl wieder einmal das Internet gemeint, dass letztes Jahr seinen 40sten Geburtstag feierte – soviel zu “neu”).
Klar, Lehrer können unseren Kindern die Grundbegriffe des Lesens beibringen und später auch gemeinsame Klassenlektüre im Unterricht behandeln. Schon zu meiner Schulzeit haben aber schon mehr als die Hälfte der Schüler die Lektüre verweigert und sich lieber Zusammenfassungen gesucht. Und wenn man zu Hause nicht auch privat zumindest ab und zu die Nase in ein gutes Buch steckt, wird es mit der Lesefähigkeit nicht besser werden. Gute und spannende Bücher gibt es immerhin genug!
Aber genau da sind auch die Eltern gefordert. Nur wenn wir unseren Kindern einen aktiven Umgang mit dem Medium Buch vorleben, werden wir auch unsere Kinder zu “Leseratten” erziehen können.
Und genau an diesem Punkt krankt es meistens. Welche Eltern haben bzw. nehmen sich noch die Zeit, ihren Kleinen am Abend vorzulesen (Stichwort Frühförderung)? Da muss dann oft besser der Fernseher herhalten – das ist meist weniger anstrengend.
Zum Thema “neue Medien” möchte ich nur anmerken, dass man auch hier zur aktiven und gewinnbringenden Nutzung Lesekompetenzen benötigt. So müsste doch eigentlich das Internet ganz im Gegenteil die Lesefähigkeiten fördern…
Interessant ist auch, dass verglichen mit den führenden Staaten der PISA-Studie unsere Quote an Bibliotheksbenutzern in Österreich erschreckend ist. In Österreich sind nur 10% der Bevölkerung in Bibliotheken eingeschrieben, in Finnland hingegen 40%. Über staatliche Bibliotheksförderungen, die sicher auch dazu helfen könnten, den Bibliotheken den Sprung nach Vorne zu ermöglichen, sage ich lieber nichts…