Angela Choi : Hello Kitty muss sterben
Choi, Angela S.:
Hello Kitty muss sterben : Roman / Angela S. Choi. Dt. von Ute Brammertz – 1. Aufl. – München : Luchterhand, 2010. – 285 S.
ISBN 978-3-630-87339-8 / 3-630-87339-1
kart. : EUR 15,40
Fiona Yu ist gefangen zwischen zwei Welten. Als amerikanische Chinesin hat sie sich zwar eine schöne Karriere als erfolgreiche Firmenanwältin aufgebaut, ist aber auch der anderen Seite dank ihrer Eltern, bei denen sie immer noch wohnt, stark an die chinesischen Traditionen gebunden. Und um diesen alten Traditionen gerecht zu werden, versucht Fionas Vater verzweifelt, die mittlerweile 30ig-Jährige Tochter mit einem chinesischen Landsmann zu verkuppeln.
Auch ein alter Schulfreund Fionas taucht auf der Bildfläche auf: Sean, angesehener plastischer Chirurg und nebenbei Serienmörder. Das trifft sich insofern natürlich gut, weil Fiona sich so schnell und einfach ihrer unliebsamen Date-Partner entledigen kann. Und mit Seans Unterstützung traut sich Fiona schon bald auch zu, die ersten “Fälle” alleine zu lösen.
Chois Erstlingswerk “Hello Kitty muss sterben” liest sich ein wenig wie eine Mischung aus Ellis “American Psycho” und einem beliebigen heiteren Roman a la Tommy Jaud. Im Unterschied zu Ellis Werk geht die Protagonistin aber bedeutend unblutiger ans Werk, was der Spannung aber keinen Abbruch tut.
Obwohl die ersten 20 Seiten gerade als Einstieg sehr pikant und gewöhnungsbedürftig sind, liest man sich doch recht schnell durch die verbleibenden 260 Seiten, die hie und da auch mit einer schönen Brise schwarzem Humor aufwarten.
Mein Fazit: Wer gerne tief gehende, anspruchsvolle Geschichten liest, ist mit “Hello Kitty muss sterben” sicher falsch beraten. Aber als nette Unterhaltung für Zwischendurch taugt der Roman allemal.