Julya Rabinowich : Herznovelle
Rabinowich, Julya:
Herznovelle / Julya Rabinowich – Wien : Deuticke, 2011. – 157 S.
ISBN 978-3-552-06158-3
fest geb. : EUR 16,40
Eine Herzoperation verändert nicht nur in einer Weise das Leben der Ich-Erzählerin. Seitdem sehnt sie sich nämlich nach dem Mann, der im wahrsten Sinne des Wortes ihr Herz berührt hat. Während sie sich immer weiter von ihrem gewohnten und in einem starren Regelwerk verharrenden Ehemann entfernt, sucht sie sowohl in ihrem Träumen als auch im realen Leben nach dem Arzt, der ihr das neue Leben geschenkt hat.
In Julya Rabinowichs Novelle dreht sich alles um das Herz der Ich-Erzählerin, das Epizentrum des Seins, wie sie es selbst auch im Roman bezeichnet. In die Geschichte, deren Handlung nicht gerade als üppig bezeichnet werden kann, flechtet die Autorin immer wieder längere Gedichte ein, die zur Verdeutlichung der emotionalen Gemütslage der Ich-Erzählerin dienen. Im Laufe der Geschichte verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Traum immer mehr, sodass es teilweise am Leser selbst liegt zu unterscheiden, was tatsächlich und was nur in der Gedankenwelt passiert.
Kurzes Resumé: Interessanter Kerngedanke (physische Berührung des Herzens als Ausgangspunkt der Liebe), aber mir persönlich etwas zu wenig “Fleisch” drum herum.